Das Wein­an­bauge­biet Bordeaux (Das Bordelais)

Die Stadt Bordeaux gibt der Weinbauregion Bordeaux mit 120.700 Hektar Rebfläche ihren Namen. Die Region erstreckt sich auf das gesamte Département Gironde. Jährlich werden ca. sieben Millionen Hektoliter Wein hergestellt. Ein durchschnittliches Weingut im Bordeaux ist zwischen sieben und zehn Hektar groß. Die Weine sind in der Regel Cuvées, das heißt sie bestehen aus mehreren Rebsorten (Merlot, Cabernet-Sauvignon, Cabernet-Franc, Malbec und Petit Verdot).

Die qualitative Spitze bilden die kommunalen Appellationen Margaux, Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe, Pessac-Léognan, Pomerol, Saint-Émilion, Sauternes und Barsac. Der Löwenanteil der Produktion (95%) entstammt jedoch der regionalen AOC Bordeaux bzw. Bordeaux Supérieur und den subregionalen Appellationen wie Entre-Deux-Mers, Graves und Médoc.

Das Bordelais ist das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet Europas. Das ge­mäßigte Golf­strom-Klima begünstigt in dieser Region ganz erheblich die Vegetation. Charakteristisch sind in der Regel frostfreie Winter, feuchte Frühjahrsmonate und sonnige Sommer von Juli bis Oktober. Die mittlere Sonnenscheindauer pro Jahr beträgt ca. 2000 Stunden bei einer Niederschlagsmenge von ca. 900 mm. Das Wetter variiert jedoch von Jahr zu Jahr sehr stark, so dass die Qualität der Jahrgänge sehr unterschiedlich ausfällt. Es enstehen körperrei­che, kräf­tige und komplexe Weine. 

Diese Weine haben die mittelalterliche Stadt Saint Emi­lion zum wohl be­kann­testen Weinan­baugebiet in der Region und der Welt ge­macht. Der Boden (Terroir) auf dem Merlot und Cabernet wachsen besteht hier aus Lehm und Kalkstein. Es enstehen fruchtige, elegante Weine. Eine perfekte Reife der Trauben ist u.a. ein wesentlicher Faktor für einen großen, lagerfähigen Wein.

Auch die Nachbar-Appellationen Pomerol und Lalande de Pomerol tragen zu der Bekanntheit der Region Bordeaux bei. Pomerol hat so berühmte Weine wie Château Petrus hervorgebracht. Das Terroir prägt entscheidend den Wein. Hier ist es der Kiessandboden, der dem Wein die unverwechselbare, mineralische Note verleiht.  

 

Blick auf Saint Emilion